Vor der letzten Sintflut

Wir wissen, dass es keine Sintflut mehr geben wird,

in der die Welt im Wasser versinkt (1.Mo 8,21-22;

9,11.15). Das bedeutet aber nicht, dass es zu keinem

weltweiten Gericht mehr kommt. Es wird zu

einer anderen «Sintflut» kommen, einer schrecklichen

Apokalypse.


NORBERT LIETH

Im Neuen Testament gibt es sieben Verweise auf die Zeit Noahs: Matthäus 24,37-39, Lukas 3,36 und 17,26-27, Hebräer 11,7, 1. Petrus 3,20,2. Petrus 2,5 und 3,5-7. Darüber hinaus gibt es auch ausserbiblische Hinweise: «Die weltweite Sintflut Noahs weist Parallelen in mehr als 40 Kulturen auf, die keine Bibel hatten.»1 P.M. Perspektive (Wissens-Magazin) schrieb kürzlich in einer ihrer Ausgaben über die Möglichkeit einer historischen Sintflut: «Und tatsächlich: Im gerichtlichen Indizienprozess würden die Beweise vermutlich ausreichen.»2


Bemerkenswertes:


  1. Die Welt ging zur Zeit Noahs nicht wegen Umweltverschmutzung oder einer Klimaerwärmung unter, sondern aufgrund der Bosheit einer Menschheit, die sich von Gott losgesagt hatte. So wird auch die letzte Zeit dadurch charakterisiert sein, dass sich viele vom biblischen Glauben lossagen.

  2. Es ist auf fallend, dass in den endzeitlichen Aussagen die Zeit Noahs (Sintflut) und die Zeit Lots (Sodom und Gomorra) in direkter Verbindung zueinander dargestellt werden (Lk 17,26-29; 2.Petr 2,4-9; vgl. Jud 6-7). Diese Verbindung sollten wir im Auge behalten.

  3. Die beiden Ereignisse (Sintflut und Feuergericht) wurden ausdrücklich als warnendes Beispiel für die zukünftige Zeit aufgeschrieben. Das betont Petrus (2.Petr 2,6) wie auch Judas (Jud 6-7). Das bedeutet, dass wir in der Endzeit einer ganz ähnlichen Situation gegenüberstehen wie damals. Die letzte Zeit wird von einer Geistesmacht wie zur Zeit Noahs und Lots beherrscht. «Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein» (Mt 24,37).

  4. Ich denke, dass sowohl Noah als auch Lot nicht mit dem Finger auf ihre Generation zeigten und auch keine Genugtuung empfanden oder Rachegelüste hegten, sondern dass sie in Barmherzigkeit, aber entschieden ihrer Generation die Botschaft Gottes vermittelten und auf das bevorstehende Gericht hinwiesen:


  • Noah, sein Name bedeutet «Verkündiger der Gerechtigkeit», nicht Racheprediger (2.Petr 2,5).

  • Lot wurde «durch den zügellosen Lebenswandel der Frevler geplagt». Er quälte sich und hatte eine gerechte Seele. Er flehte seine Generation an, umzukehren (2.Petr 2,7-8; 1.Mo 19,14).


Die Gemeinde Jesu hat keinen Gefallen an der Gottlosigkeit, aber sie reagiert nicht mit Härte, Lieblosigkeit oder Drohgebärden, die einem kalten religiösen Richtgeist entspringen. Die Gemeinde leidet, sie quält sich, sie vergiesst Tränen. Es tut ihr weh und leid, was geschieht, und sie fleht und ringt um Rettung – wie auch Lot das getan hat (1.Mo 19,7.14).


5. Dass die Welt vor Noah, die «alte Welt», auch «damalige Erde» oder «vorzeiten Himmel und Erde» genannt wurde (2.Petr 3,5-7), bedeutet, dass wir heute auf einer zweiten Erde und unter einem zweiten Himmel leben.


Unsere Erde hat heute eine andere Beschaffenheit als vor der Flut. Es gibt die Erde vor der Sintflut (die erste), die Erde nach der Sintflut (die zweite, heutige) und es wird zukünftig einen neuen Himmel und eine neue Erde geben (die dritte). Nach 2. Korinther 12,2-4 wurde der Apostel Paulus in den dritten Himmel bzw. ins Paradies entrückt. Wir sprechen daher immer automatisch von drei Sphären des Himmels:


1. dem Wolkenhimmel, 2. dem Universum und 3. dem Himmel, in dem Gott wohnt. Aber muss das zwangsläufig so gemeint sein? Vielleicht beschreibt der dritte Himmel bzw. das Paradies auch einfach nur den dritten Himmel in der Reihenfolge von: 1. vorsintflutlich, 2. nachsintflutlich und 3. zukünftig (der neue Himmel, der auf uns zukommt). Das Gericht durch Wasser am Anfang der Menschheit ist ein Bild für das künftige Gericht durch Feuer am Ende der Menschheitsgeschichte (2.Petr 3,5-7).


Das Beispiel Noahs am Anfang der Zeit:


«Es geschah, als sich die Menschen zu mehren begannen auf der Erde und ihnenTöchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, dass die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen. … In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch später noch, solange die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die von jeher berühmt gewesen sind» (1.Mo 6,1-2.4).


Mit den Gottessöhnen sind nicht Menschen, sondern Engel gemeint (vgl. Hiob 1,6; 2,1; Ps 29,1; 89,7). Den Menschen (V 1) wurden Töchter geboren – also Menschenkinder –, und zu diesen gingen die «Gottessöhne» ein (V 2). Der Unterschied zwischen «Gottessöhne» und «Töchter der Menschen» wird deutlich hervorgehoben. Wären mit den «Gottessöhnen » Menschen gemeint, dann müsste es «Menschensöhne» heissen, ebenso wie es «Töchter der Menschen» heisst. Menschen werden Menschensöhne genannt (Ps 62,10). So werden z.B. Hesekiel und Daniel als Menschensöhne bezeichnet (Hes 2,1; Dan 8,17). Der Herr Jesus Christus war beides: Gottessohn, was Seine Göttlichkeit betont, und Menschensohn, was Seine Menschwerdung mittels Maria bezeugt (Mt 8,20.29).

Judas macht ebenfalls deutlich, dass die Bezeichnung «Gottessöhne» sich nicht auf Menschen bezieht, sondern auf gefallene Engel: «Dass er die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten,sondern ihre eigene Behausung verliessen, für das Gericht des grossen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat» (Jud 6; vgl. 2.Petr 2,4-5; Hiob 1,6; 1.Kön 22,19-23).

In 1. Mose 6,4 heisst es: «Das sind die Helden («Nephilim»), die von jeher berühmt gewesen sind.» Das hebräische Wort «Nephilim» hat eine ganz interessante Bedeutung, nämlich: Giganten (Riesen), Helden, Berühmtheiten. Das weist auf Personen hin, die Einfluss haben.

Das stammt aus einer Wurzel, die «fallen» bedeutet. Es sind Gefallene, die andere zu Fall bringen; Herrscher, die von Dämonen beherrscht sind, die fallen und andere zu Fall bringen.


Schauen wir uns unsere Welt an:


Verführte Grössen bzw. Berühmtheiten im Finanzwesen, in der Geschäftswelt, in der Unterhaltungsindustrie und in der Politik bringen unsere Gesellschaft zu Fall. Und bibelgläubige Christen scheinen dabei in den Augen mancher solcher «Grössen» eine erheblichere Gefahr darzustellen als kriminelle Organisationen.

Die Zeit Noahs war demnach eine Zeit, die in ausserordentlicher Weise dämonisch beherrscht war. Ebenso war die Zeit Noahs eine Zeit, in der man sich vehement gegen die Wirkung des Heiligen Geistes sträubte. Man tolerierte alles, man erlaubte alles, man war liberal und aufgeschlossen für alles, nur was vom Heiligen Geist Gottes kam, wurde abgelehnt.

«Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht für immer mit dem Menschen rechten, denn er ist ja Fleisch; so sollen seine Tage 120 Jahre betragen!» (1.Mo6,3). Das Zeitalter vor der Flut war von einer besonderen Wirkung des Heiligen Geistes gekennzeichnet und weniger durch Gesetzesbestimmungen. Es war eine Zeit ausserordentlicher Gnade, die die Menschen jedoch gnadenlos ausnutzten.

Sie widerstanden dem Heiligen Geist Jesu, der bereits in und durch Noah zur damaligen Welt predigte (1.Petr 3,18-20). Doch nun sprach Gott, dass Sein Geist nach weiteren 120 Jahren der Gnade Sein Wirken beenden, sich zurückziehen und dem Gericht Platz machen würde.

Ein ähnliches Szenario wird sich kurz vor der «Sintflut der Apokalypse» wiederholen.

Der Heilige Geist, der heute noch in Gnade wirkt, wird nach 2. Thessalonicher 2,6-7 mit der Gemeinde Jesu vor dem Gericht weggenommen und sich zurückziehen, um dem Gericht Platz zu schaffen. Das weist darauf hin, dass dieses Zeitalter in der gleichen Weise enden wird wie das Zeitalter vor der Flut.

Arnold Fruchtenbaum erklärt: «Die Tage Noahs sind eine Zeit, die sich mit den Tagen vor der Entrückung vergleichen lässt.»3

Die Generat ion Noahs erreichte einen Punkt, wo das Böse, Ungerechte und Sündhafte den Alltag als normalen Lebensstil und Zustand beherrschte. Die Werte waren umgekehrt worden. Das Böse wurde zum Guten und Nützlichen erhoben, während das Gute, das der Heilige Geist wirken wollte, als böse deklariert und abgelehnt wurde. «So sah Gott die Erde: sie war verdorben. Alle Welt hatte sich in ihrem ganzen Tun und Wesen dem Bösen zugewandt» (1.Mo 6,12; vgl. V 5).

Täglich erleben wir, wie sehr unsere Zeit dämonisch beherrscht ist (Film, Religion, New Age, Esoterik, Evolution, neue Götter …), wie sehr man sich heute gegen das Wort Gottes und die Wirkung des Heiligen Geistes wehrt und wie sehr das Böse mittlerweile als völlig normal angesehen wird. Dinge, die vor wenigen Jahrzehnten noch als Tabu galten oder als pervers abgelehnt wurden, prägen mittlerweile das Alltagsbild und sind als etwas völlig Normales in der Gesellschaft integriert. Sie sind inzwischen so normal, dass derjenige, der sich dagegen äussert, als nicht normal verurteilt wird.4

An der Zeit Noahs wird deutlich, dass sich die Sünde bis hin zum Schlimmsten steigert (1.Mo 6,5.12), und dass es eine Gerichtsreife gibt, indem das Mass einmal voll ist (1.Mo 15,16; 13,13; 18,20; Jud 7). Das ist dann der Fall, wenn Gottes Gebot nicht nur gebrochen (im Sinne von nicht halten), sondern zerbrochen wird (im Sinne von radikaler Ablehnung und Ungültigkeitserklärung).

Die folgenden Beispiele sind dafür symptomatisch: In der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Amerika wurde im vergangenen Jahr beschlossen, dass künftig auch Personen den Pastoraldienst ausüben

dürfen, die in gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft leben. Die Regelung soll 2010 in Kraft treten. Eine Pfarrerin meinte dazu: «Ich glaube, wir sind weiter gegangen, als es Gott erlaubt.» Die Ironie dabei ist, dass genau während dieser Generalsynode ein aufziehender Wirbelsturm das Kreuz vom Dach der Lutherischen Zentralkirche wegfegte, in der dieser Beschluss gefasst wurde.5 In den Niederlanden tritt eine Band auf, die sich «Devil’s Blood» nennt. Bei ihrem Auftritt vergiessen sie 20 Liter Schweineblut. Ein Mitglied der Band sagte dazu: «Das Tierblut ist für uns eine Möglichkeit, den Tod auch auf die Bühne zu tragen und dadurch weniger menschlich zu werden. Ein Weg, um unsere eigene Identität und Persönlichkeiten verschwinden zu lassen und Geister zu werden …»6 Die sich zu den Esoterikern zählenden sogenannten «Lichtarbeiter» sind eine äusserst okkulte Gruppierung, die mit Geistwesen aus dem Jenseits Kontakt aufnehmen, um okkulte Energien freizusetzen. Die Lichtarbeiter erwarten ein «neues bewusstes Licht, das erstmals diese Existenz betreten wird». Es soll Frieden und Heilung für die Welt bringen und die Menschheit im «globalen Wandel und dem Weg zurück ins Eine» vorwärts führen. Ein Aussteiger aus dieser Gruppe warnt auf seiner Internet-Seite www. achtung-lichtarbeit.de sehr davor. Die sogenannten Lichtarbeiter sind Medien für «vermeintliche Engel, Lichtwesen oder ausserirdische Lichtgeschwister». Sie bilden ein ideales Einfallstor für okkulte Kräfte.7 Gleichzeitig werden biblische Verkündigung oder biblische Zitate und Hinweise als Absurdität abgetan, lächerlich gemacht und verspottet. Und Gesetze werden mittlerweile so gedreht, dass es immer leichter wird, ein entschiedenes Christentum anzuklagen. Wir sind heute so weit, dass man sich fast schämen muss, auch nur anzudeuten, dass Gott Unzüchtige und Ehebrecher richten wird (Hebr 13,4). Wenn wir das heute verkündigen, dann machen wir uns bereits lächerlich. Das passt nicht mehr in unsere Gesellschaft, es ist «altmodisch». Aber gerade daran erkennen wir, wie sehr unsere Zeit der Zeit Noahs gleicht, und damit wirklich «alt-modisch» geworden ist.


Das Beispiel Noahs in der Mitte derZeit: Etwa 2500 Jahre nach der Sintflut erschien der Erlöser, die Arche ewiger Rettung. Es erschien Derjenige in Fleisch und Blut, in dessen Geist Noah gewirkt hatte (1.Petr 3,18-20). Obwohl die Liebe Gottes in der Person Jesu nun erschienen war – die Gnade, Vergebung, Barmherzigkeit und vollkommene Gerechtigkeit –, musste Jesus bereits das endzeitliche Gericht ankündigen. Der Herr benutzte als Beispiel die Zeit Noahs und Lots als Vorbild für die Zeit vor Seiner Wiederkunft: «Wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein inden Tagen des Menschensohnes: Sie assen, sie tranken, sie heirateten und liessen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete alle. Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie assen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle. Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird» (Lk 17,26-30).


Einige Dinge fallen uns in diesenWorten Jesu auf:


  1. Die enge Verbindung zwischen der Geschichte Noahs und der Geschichte Lots. Die Endzeit ähnelt also gleichermassen der Zeit Noahs und der Zeit Lots.

  2. Die Sorglosigkeit der damaligen Zeit in Bezug auf das Geistliche. «Siehe, das war die Sünde deiner Schwester Sodom: Hochmut, Speise in Fülle und sorglose Ruhe …» (Hes 16,49).


Das gesellschaftliche Leben drehte sich nur noch um das Diesseitige. Es ging um das menschliche Wohlergehen und Wohlbefinden. In heutigen Begriffen ausgedrückt, ging es um Klima, Nahrung, Vitamine, Gesundheit, Lebenstipps, Geschäftliches usw. Man sorgte sich um das Irdische, aber nicht um das Himmlische, um das Zeitliche, aber nicht um das Ewige, um das Humanistische, aber nicht um das Göttliche, um das Weltliche, aber nicht um das Geistliche.

So ist zum Beispiel die Gesundheit zur mächtigsten Religion der Gegenwart aufgestiegen. «Das Streben nach Gesundheit nimmt in der Gesellschaft immer stärker religiöse Züge an. Diese Ansicht vertritt der Arzt und katholische Theologe Manfred Lütz (Köln). (…) Viele Menschen ‹rennen durch Wälder und essen Körner, um am Ende gesund zu sterben�, sagte Lütz in einem Vortrag in Crimmitschau. An Orten, an denen

früher Kathedralen gebaut worden seien,entstünden heute Fitnesstempel. Die Gesundheitsreligion sei die mächtigste aller Zeiten und weise totalitäre Züge auf. Lütz: ‹Während man über Jesus heute jeden Witz machen kann, kann man sich das bei dem Thema Gesundheit nicht erlauben. Ausserdem sei sie teurer als alle anderen Religionen. (…) Der Gesundheitswahn habe inzwischen selbst Teile der Kirche erreicht, sagte der Autor mehrerer Bestseller (…) ‹Während man früher gefastet hat, um Verzicht zu üben, fastet man heute, um möglichst spät und gesund in den Himmel zu kommen.

Zwar sei die Gesundheit für Christen ein hohes Gut, ‹nicht aber das Höchste, so Lütz. Anstatt nur noch vorbeugend zu leben, sollten Christen jeden Tag ihres Lebens als Gottesgeschenk geniessen.»8

Wie modern sind doch die Worte Jesu!

Ich habe einmal die Tageszeitung aufgeschlagen und etliche TV-Programme herausgeschrieben. Sie machen deutlich, wie aktuell die endzeitlichen Ausführungen Jesu sind. Wir liegen heute voll im Trend der Aussagen über Noahs und Lots Zeit. Da soll noch einer sagen, die Bibel sei altmodisch! «Sie assen, sie tranken.» – «Das Fast-Food-Duell», «Land und Lecker», «Promi-Dinner», «Das perfekte Dinner », «Kochduell», «Koch-Arena», «Der Restauranttester», «Der Restaurantmacher », «Lebensmittelkontrolle», «Die Küchenschlacht», «Kochen mit Tim Mälzer», «Die Kochprofis», «Kochen bei B. Kerner», «Lafer, Lichter, Lecker», «Unter Volldampf», «Wer wird Wirt?», «Die Küchenchefs» … «Sie kauf ten und verkauf ten, sie pflanzten und bauten.» – «Wirtschaftsmagazin », «Raus aus den Schulden», «Erben gesucht», «Wohnen nach Wunsch», «Die erste gemeinsame Wohnung», «Mieten, Kaufen, Wohnen», «Schöner wohnen», «Good bye Germany», «Teleshopping », «Mein TV-Shop», «Teletipp-Shop» … «Sie heirateten und liessen sich heiraten. » – «Bauer sucht Frau», «Schwiegertochter gesucht», «Prominenter Single sucht Lebenspartner», «Familie tauscht Mutter»… Und das ist noch längst nicht alles!

Hierbei gibt die Aussage Jesu: Sie «liessen sich heiraten bis zu dem Tag …», besonders zu denken. Partnersuche übers Internet oder Partnervermittlung über Agenturen ist mittlerweile gang und gäbe. «Aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun, scheint heute kein Mensch mehr einen anderen auf freier Wildbahn kennenzulernen. Deshalb floriert die Partnervermittlung; vorzugsweise im anonymen Schutz des Internets.»9 Das meiste in der obigen Aufzählung ist ja an sich nicht Sünde. Doch wenn Gott dabei ausgeklammert und das Heil in Christus abgelehnt wird und der Mensch sich nur noch vom Diesseitigen beherrschen lässt, dann wird es zu einem Endzeitzeichen.


«Lasst uns in Ruhe», lautete das Motto damals und so tönt es heute wieder.

«Lasst uns mit der Apokalypse in Frieden », «Ihr seid doch nur Schwarzmaler», «Ihr wollt uns das Leben nur vergraulen», «Ihr religiösen Fanatiker und Miesmacher », «Ihr seid die Negativen, die Spielverderber unserer Gesellschaft». Warum aber nehmen dann die Tragödien und Selbstmordraten so zu? Warum sind die psychiatrischen Kliniken so voll? Und warum gab es diesbezüglich nie einen so grossen Bedarf an Psychopharmaka wie in den letzten Jahren? Warum liegen Unzufriedenheit, Angst und Unsicherheit wie ein Nebel über unsere Gesellschaft,wenn alles so schön sein soll ohne Jesus Christus?


3. In den Zeitepochen Noahs und Lots sehen wir, dass nicht die Masse recht hat. Die Mehrheit hatte damals Unrecht, die Minderheit (Noah und Lot) war im Recht. Am Ende wird Gott Recht behalten, Sein Wort ausschlaggebend sein – nicht die Einstellung der Mehrheit, die sagt: «Ja, das machen doch alle so, das muss doch stimmen, das sehen doch die meisten so, das berichten uns doch schliesslich die Medien …» Wissen Sie, was nach dem Matthäusevangelium der letzte Satz des Herrn Jesus war, bevor Er dazu überging, von der Zeit Noahs zu reden? «Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werdennicht vergehen. Um jenen Tag aber und die Stunde weiss niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater. Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein» (Mt 24,35-37). Gottes Wort ist gewiss und unumstösslich. Auch wenn niemand Zeit und Stunde weiss, so haben wir doch einen Anhaltspunkt darin, dass unsere Zeit den Tagen Noahs sehr gleicht.


Das Beispiel Noahs für die Endzeit : Unserer Zeit steht eine neue Sintflut bevor, nicht eine Wasserflut, sondern die Sintflut der Apokalypse, der Siegel-, Posaunen- und Zornschalengerichte.

Dann werden Himmel und Erde wieder erschüttert (vgl. Offb 16,20-21)10. Und nach diesen Gerichtskatastrophen wird es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben, in denen Gerechtigkeit wohnen wird (2.Petr 3,13; Offb 21).

Die Zeiten Noahs und Lots zeigen uns, dass die Entrückung nahe bevorsteht. Noah wird von Petrus «Verkündiger der Gerechtigkeit» genannt, Lot hingegen einfach «der Gerechte» (2.Petr 2,5.7).

Was bedeutet dieser Unterschied im Licht der Prophetie?


Noah, der Verkündiger der Gerechtigkeit, musste durch das Gericht gehen, wurde aber im Gericht bewahrt. Das ist ein Bild für Israel. Israel ist es, das uns die Gerechtigkeit in Jesus verkündigt hat (Röm 9,4-5).

Lot wird der Gerechte genannt. Er wurde vor dem Gericht gerettet. Er steht als Bild für die Gemeinde. Wir sind gerecht geworden durch die Verkündigung der Gerechtigkeit Israels (Noah). Die Gemeinde lebt wie Lot mitten in einer Welt der Ungerechtigkeit, aber sie glaubt und wird vor dem Gericht gerettet (2.Petr 2,7.9). Gleichwie Gott den gerechten Lot herausrettete, so weiss der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu retten.

Lot wurde aus dem Ort der Versuchung gerettet, indem er vorher aus Sodom herausgerissen wurde (1.Mo

19,16-17.22). Ebenso wird die Gemeinde aus dem Ort der Versuchung, aus dieser Welt, gerettet, indem sie vor der apokalyptischen Sintflut entrückt wird. Denn wenn nur die Ungerechten für den Tag des Gerichts aufbewahrt werden, dann werden die Gerechten zwangsläufig vor diesem Tag befreit (1.Thess 5,1-10).

Wir befinden uns vor der letzten Sintflut der apokalyptischen Gerichte. Das Feuer des Gottesgerichts wird kommen. Sind wir wie Noah, sind wir Verkündiger der Gerechtigkeit? Sind wir gottesfürchtig wie er? Sind wir gehorsam, wie er es war? Tun wir alles, was wir können, um unserer Generation die Gerechtigkeit zu vermitteln, die vor Gott gilt? Helfen wir mit, die «Arche» der Gemeinde zu bauen?

Weisen wir auf das Bevorstehende hin?


1 Das 1. Buch Mose, Arnold Fruchtenbaum, CMD,

S. 209

2 P.M. Perspektive 4/2009, S. 25

3 Das 1. Buch Mose, S. 141

4 Lesen Sie dazu den Beitrag im Blickfeld, «Die

homosexuelle Religion»

5 Siehe Idea-Spektrum 36/2009

6 Siehe TOPIC Oktober 2009

7 Siehe TOPIC September 2009

8 TOPIC August 09, S. 6

9 Prisma «Wochenmagazin zur Zeitung»

42/2009, S. 5

10 Lesen Sie über die Aktualität von Offenbarung

16,20-21 im Blickfeld, im Beitrag «Wenn Steine

vom Himmel fallen»

 

 

Vielen dank für die Erlaubnis diesen Artikel hier Veröffentlichen zu dürfen !

Herausgeber dieses Artikels ist "Missionswerk Mitternachtsruf"

"MNR_DE_2010_02_H"

www.mnr.ch

Dazu noch eine lese empfehlung: Der neue Himmel un ddie neue Erde