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Seite 1 von 10 Die Relativierung der Bibel und ihre Folgen für die Gemeinde Jesu
Siegfried F. Weber / Großheide, Dez. 2006 1. Standortbestimmung Die Bibel ist das einzige Informationsdokument Gottes, das uns in geschriebener Sprache vorliegt. Sie ist das geistliche Fundament, worauf die Gemeinde Jesu aufgebaut wird (Eph. 2,20). Als inspiriertes Wort ist sie zugleich der Nährboden für Lehre und Leben in der Gemeinde (2.Tim. 3,16-17). Dieses Wort Gottes ist lebendig und kräftig (Hebr. 4,12), das Leben erneuert und verändert (1.Petr. 1,23). Wenn der Gemeinde Jesu dieses Wort Gottes weggenommen wird, dann wird ihr der Boden unter den Füßen weggezogen. Dann steht das Haus nur noch auf Sand, aber nicht mehr auf Fels. Auf der einen Seite musste die Gemeinde immer wieder den Verfolgungen widerstehen, aber auf der anderen Seite waren die Angriffe nicht auf die Christenheit selbst, sondern auf die Bibel, dem Nährboden der Christenheit, gerichtet. In den letzten dreihundert Jahren war das Christentum diesen Angriffen auf die Bibel ausgesetzt. Manchmal kamen sie massiv, offensiv, manchmal schleichend, versteckt. Ich möchte in diesem Beitrag den Weg der Relativierung der Bibel kurz skizzieren. Dabei verzichte ich auf eine ausführliche Geschichtsbeschreibung, sondern versuche exemplarisch den Autoritätsverlust der Bibel zu umschreiben. Sicherlich haben auch säkulare, ideologische und naturwissenschaftlich-technische Entwicklungsprozesse auf die Destruktion der Bibel beigetragen (zu nennen wären noch die Geistesströmungen wie der Humanismus, der Skeptizismus, der englische Deismus, der Idealismus und der Darwinismus, die ihren Einfluss auf das theologische Denken hatten). Auf diese Wurzeln werde ich nur am Rande eingehen. Ich konzentriere mich viel mehr auf die Folgen der Relativierung der Bibel für die Gemeinde Jesu.
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