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Immer dann, wenn man darauf hinweist, daß die eine oder andere Praxis in einer Kirche (oder gar die ganze Kirche selbst) nicht biblisch ist, sondern der Bibel widerspricht, immer dann kommt dieser Satz.
Dieser Satz ist ein klassisches Totschlagargument. Man geht dabei einer sachlichen Auseinandersetzung aus dem Weg und bügelt jegliche Kritik nieder.
Es gibt innerhalb der christlichen Gemeinde (und ich verwende diesen Begriff nur im streng biblischen Sinne) massenhaft verschiedene Formen - aber doch immer nur einen Herrn, einen Glauben, eine Taufe (Epheser 4,5) . Immer da, wo ein anderer HERR, ein anderer Glaube oder eine andere Taufe gelehrt und gelebt wird, da ist es nicht mehr christliche Gemeinde.
Das hat absolut nichts damit zu tun, irgendjemand den persönlichen Glauben abzusprechen. Auch wenn die Befürworter der Ökumene das den Bibeltreuen immer wieder vorwerfen. Aber wenn ein bekehrter, wiedergeborener gläubiger Christ in einem antichristlichen, unbiblischen System mitarbeitet, dann ist das System deswegen noch lange nicht christlich.......
Ein Gleichnis :
Da ist ein Angestellter. Er arbeitet bei der Firma XY und hat einen Arbeitsvertrag, der ihm jegliche Nebenjobs verbietet, wenn er damit seiner eigenen Firma Konkurrenz machen würde. Nun ist dieser Angestellte Autoverkäufer bei der Autofirma XY und verkauft dort Autos. In seiner Freizeit hilft er aber noch bei seinem Schwager aus, der auch ein Autohaus besitzt ("Autohaus AAA"). Dort verkauft er also in seiner Freizeit und im Urlaub Autos.
Ist nun das "Autohaus AAA" plötzlich zum "Autohaus XY" geworden, nur weil einer, der eigentlich zur Firma XY gehört, widerrechtlich bei dieser Firma arbeitet ??
Genauso ist es mit den Christen. Wenn nun jemand, der bekehrt und wiedergeboren ist, also im Sinne der Bibel ein Christ ist, in einer Organisation mitarbeitet, die unbiblisch, antichristlich ist, wird dann diese Organisation christlich ?
Ist es in der Bibel verboten, Sünde Sünde zu nennen, nur weil ein Christ sie begeht ?
Wir sehen also, daß das "Argument", man könne doch niemand den Glauben absprechen, überhaupt nichts mit dem zu tun hat, worum es eigentlich geht, nämlich Kritik an Sünde, Irrlehre, Götzendienst.
Wenn es wirklich verboten sein soll, jemand den Glauben abzusprechen, wie kann das dann sein, daß im Neuen Testament steht, daß man die Christen an ihren Früchten erkennen soll.....
Wenn es wirklich so schlimm wäre, anderen den Glauben "abzusprechen", wieso sagt Paulus dann in 2.Korinther 6, daß wir nicht mit Ungläubigen zusammenarbeiten dürfen. Wenn ich nicht unterscheiden darf, zwischen Ungläubigen und Gläubigen, wie soll ich dann entscheiden, ob ich mit jemand zusammenarbeiten darf.
(Alleine schon der Ausdruck "jemanden den Glauben absprechen" ist polemisch und verlogen. Denn "Absprechen" bedeutet ja, daß das etwas da war und durch mein Tun ("Absprechen") könnten wir das, was da war wegnehmen. Das ist Unsinn. Ein Ungläubiger hat keinen Glauben und einem Gläubigen kann man seinen Glauben nicht nehmen. Man kann seinen Glauben anzweifeln, wenn er durch sein Tun beweist, daß er keinen Glauben hat, mehr aber auch nicht....)
Quelle: Bibelportal
Geschrieben von Thomas Roser
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