| Ein ernstes Wort... |
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Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt (Offenb. 18,4) Die Gnadenzeit, das Zeitalter der Gemeinde, nähert sich seinem Ende und der Übergang zu einem neuen Zeitalter bricht an. Wer die Heilige Schrift im Geist und in der Wahrheit studiert, erkennt dies immer deutlicher. Das antichristliche Zeitalter mit seiner weltumspannenden Macht und seiner universalen Religion ist mit riesigen Schritten auf dem Vormarsch. Globalisierung, Ökumene, Allianzen unter den Denominationen und Religionen, Toleranz, Pragmatismus und Relativismus – das sind die Vorgänge, die sich immer mehr vor unseren Augen abspielen – nicht irgendwo weit weg in Genf, im Vatikan, in Amerika – nein, bereits bis in die kleinsten Ortschaften und bis in freikirchliche Gemeinden hinein, die sich bis vor noch nicht allzu langer Zeit für bibeltreu und autark hielten, hat Satan sein Vernichtungswerk gegenüber der Botschaft vom Kreuz begonnen. Zunehmend wird das heilige Wort Gottes auch in den Freikirchen relativiert, pragmatisch und tolerant ausgelegt. Sündiges Verhalten wird unter Vorgabe einer falschen Liebe geduldet, Weltförmiges praktiziert um Außenstehende bedürfnisorientiert zu erreichen und Einheit auf Kosten der gesunden Lehre mit Verbänden, Kirchen und Gemeinschaften, ja sogar teils mit anderen Religionen proklamiert, wie es bis vor wenigen Jahrzehnten noch völlig undenkbar war. Die klare und schlichte Botschaft vom Kreuz und die Erkenntnis der Sündhaftigkeit und Verlorenheit ohne die persönliche Annahme der Kreuzestat Jesu kommt in verweltlichten Veranstaltungen nicht mehr eindeutig zum Ausdruck. Ein aufgeweichtes Evangelium mit einer erweiterten Pforte wird verkündigt, bei dem im wesentlichen nur einseitig eine Art Wellness-Jesus, ein cooler Typ für alle Lebenslagen zum Ausdruck kommt. Die Bluttat vom Kreuz mit ihrem Anspruch auf den allein selig machenden Weg ins Himmelreich und die Aussagen zur eigenen Sündhaftigkeit, Verdorbenheit und Verlorenheit verlieren auf breiter Flur auch in evangelikalen Kreisen immer mehr an Bedeutung. Nicht mehr nur in den großen Landeskirchen, sondern bereits in vielen Freikirchen wird unser Herr und Heiland regelrecht zu einer Partyfigur herabgewürdigt und teils sogar auf plasphemische Weise enteehrt. So wird im aktuellen Anmeldemagazin für das Christival in Bremen unter der Prämisse „Fun & action 4 body & faith“ für ein Schwimmbad-Festival geworben, in dem in einem Bremer Schwimmbecken eine Art körperliche und geistliche Auferbauung angeboten wird. „Abtauchen mit Jesus, hinein in Wasser- und Gedankenfluten und erholt wieder auftauchen: Das Schwimmbad-Festival bietet dir Talk und Action, lässt dich chillen und relaxen. Neben Cocktails, leckerem Essen und Trinken, Musik und einer spritzigen Message gibt’s auch noch fette Gewinne abzuräumen. Wir werden unser Bestes tun, um dich, deinen Körper und deinen Glauben herauszufordern!“ - Soweit die Ankündigung im Anmeldemagazin des Christival 2008. Christliche Dekadenz mit voller Fahrt auf breitem Weg in Richtung Laodicea! Das Heilige Wort Gottes wird in abscheulicher Weise umgeschrieben und dem Zeitgeist angepasst (z.B. Volxx-Bibel; Bibel in gerechter Sprache). Derartige Bücher, die nicht mehr die Bezeichnung „Bibel“ verdienen, finden immer mehr Anklang in Jugendkreisen und auch freikirchlichen Gemeinden. Nach den Worten einiger EU-Parlamentarier soll der Kreationismus (= der Glaube an die Schöpfung durch einen Gott) bekämpft werden, Evangelikale Führer finden den Schulterschluss mit Islamisten wegen angeblicher gemeinsamen Glaubensgrundlagen. Ein Bekehrungs-Kodex soll erarbeitet werden, der die allein seeligmachende Tat Jesu am Kreuz letztlich verleugnet und auch andere Religionen als mögliche Wege zu Gott anerkennt. Dies ist die gegenwärtige Situation unseres geistlichen Zustandes auf dieser Welt, um nur einige Eckpfeiler genannt zu haben. Die warnenden Stimmen vor den Gefahren der zunehmenden Globalisierung und Ökumenisierung gab es schon in den siebziger Jahren – doch wer hat sie damals schon ernst genommen? Christen, die ihr Glaubensfundament im Wort Gottes haben (also Fundamentalisten im ureigentlichen Sinne), haben es zunehmend schwerer. Nicht nur, dass mittlerweile mit ernsthaften rechtlichen Konsequenzen zur rechnen ist, wenn man heute praktizierte Vorgänge oder Lebensweisen als Sünde bezeichnet (vgl. Gleichbehandlungsgesetze) und seine Kinder entgegen des allgemeinen schulischen Lehrplans zum Glauben an die Schöpfung im biblischen Sinne anhält. Die Bedrängnis nimmt leider auch zunehmend in den eigenen Gemeinden zu. Wer die Bibel noch beim Wort nimmt, so wie es dasteht und seine Stimme gegen zunehmende Verweltlichung in der Gemeinde und gegen zunehmende Verbrüderung mit der katholischen Kirche und gegen den Einfluss falscher Lehren und demnach eines anderen Evangeliums (Gal. 1, 6+7) erhebt, wird schnell in die verschrobene, engstirnige, uneinsichtige und lieblose Ecke gestellt. Mithin kann es vorkommen, dass warnende und auf der Grundlage des Wortes Gottes kritisch denkende Brüder/Schwestern aus der Gemeinde verwiesen werden. Aber: Gottes Augen sind auf die Treuen im Lande gerichtet, damit sie bei ihm wohnen (Ps. 101,6) und den Treuen ist der Siegeskranz des Lebens verheißen (Off. 2,10). Wer ist noch treu dem einzigen, wahren und lebendigen Gott und seinem heiligen Wort? Wer ist noch bereit, sein Kreuz auf sich zu nehmen und den schmalen Weg in den Fußstapfen Jesu zu gehen? „Her zu mir, wer für den Herrn ist“ forderte Mose den Rest der Treuen auf, als das Volk zuchtlos geworden und sich wieder der Welt angepasst hat. Spurgeon beklagte bereits in seiner Zeit: „Es gibt zu wenig Trennung von der Welt bei den Bekennern Christi“ (Heilig dem Herrn, S. 22). Was würde er wohl heute sagen? Wie ein roter Faden zieht es sich durch die Bibel, dass es immer nur ein Überrest war, der Gott in Zeiten des Abfalls und der Weltförmigkeit die Treue hielt und es war immer Gottes Bestreben, dem treuen Überrest beizustehen, ihn herauszuführen und zu segnen. Es war nie die breite Masse derer, die sich zum Volk Gottes zugehörig fühlte, die den schmalen Weg der Heiligung und Trennung von der Weltförmigkeit gegangen ist (2. Mo. 32,1ff; Mt. 7,14). Nur die Treuen, nur die Überwinder werden Gott schauen und die Verheißungen der Offenbarung ererben (Off. 2,7 u. 2,10 + 11; 3,5 u. 3,12; 3,21). Die Lauen und Weltförmigen wird Gott aus seinem Munde speien (Off. 3, 15ff). Die Konturen der Hure Babylons werden zunehmend sichtbarer. Jeder noch Gottesfürchtige, jeder der das heilige Wort Gottes noch lieb hat und ernsthaften Herzens danach leben möchte ist aufgerufen, immer wieder zu prüfen, wo und wann es an der Zeit ist, sich von Gemeinschaften und Versammlungen zu trennen, die lau gewordenen sind, die nicht mehr auf dem schmalen Kreuzesweg wandeln und bei denen nicht mehr das heilige Wort Gottes in seiner ureigensten Form der alleinige Maßstab ist, ja, um auch nicht teilhaftig zu werden der Sünden, die hier begangen werden (Off. 18,4). Hier können keine allgemeinen Regeln aufgestellt werden, weil die Situationen zu unterschiedlich sind und die Umstände des einzelnen hier weise Schritte durch viel Gebet erfordern. Gottes Geist wird es denen, die Gott und sein Wort lieb haben, klar machen. In den Zeiten zunehmender Bedrängnisse werden sich sicher wieder vermehrt Hauskreisgemeinden bilden, so dass Gott es fügen wird, dass seine Schafe nicht als einzelne umher irren müssen. Lasst uns in dieser Zeit der zunehmenden Verführung unter dem Volk Gottes unserm Heiland und der Kreuzesbotschaft, ja seinem gesamten Wort die Treue halten und überwinden, denn der Feind hat angesichts der geringen Zeit, die ihm verbleibt, mit seinem verführerischen Zersetzungswerk am Haus Gottes längst begonnen. „Weil du das Wort vom Harren auf mich bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen. Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme.“ (Off. 3,10 + 11). Quelle: Copyright by Michael Hermsdorf, Kempten (Allgäu)
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